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Unsere Positionen zum Thema „Wettbewerbsfähigkeit“


Ob als Unternehmer oder als Führungskraft – wir Wirtschaftsjunioren Deutschland stehen im stetigen Wettbewerb um Aufträge und Gewinne. Als junge Wirtschaft stellen wir uns diesem Wettbewerb, weil wir unsere Unternehmen konkurrenzfähig machen und am Markt behaupten. Nichts anderes erwarten wir von der Politik. Sie muss Rahmenbedingungen schaffen, die für Unternehmen und Gründer attraktiv sind, attraktiver als die unserer Wettbewerber.


  • Marode Straßen, Brücken, Schienenwege und Schleusen – der Zustand der Infrastruktur in Deutschland wird den Ansprüchen einer führenden Industrienation nicht mehr gerecht. Seit mehreren Jahren zehrt Deutschland von der Substanz seiner Infrastruktur und setzt immer mehr auf Verschleiß. Als junge Wirtschaft fordern wir eine moderne Infrastruktur, denn sie ist zentral für unsere Wettbewerbsfähigkeit.
  • Wir setzen uns für mehr unternehmerische Freiheit und weniger Bürokratie ein. Ein erster Schritt bei der Verringerung bürokratischer Hemmnisse wäre die Zurückverlegung des Stichtags für die Abführung der Sozialversicherungsbeiträge. Daneben lehnen wir die Schaffung neuer Bürokratie ab, wie zum Beispiel CSR-Berichtspflichten für Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten. Unter keinen Umständen dürfen kleinen und mittleren Unternehmen CSR-Berichtspflichten auferlegt werden.
  • Es kann nicht sein, dass Unternehmen ihre Steuern nur bezahlen können, wenn sie dazu ihr Eigenkapital angreifen. Deshalb fordern wir als junge Wirtschaft neben einer Entlastung von Unternehmen durch Steuervereinfachungen auch die Beseitigung von Substanz besteuernden Elementen wie Mieten, Zinsen und Leasing-Raten.
  • Wie viel Steuern ein Unternehmen zahlt, darf nicht von der Rechtsform abhängen. Wir fordern eine rechtsform-neutrale Steuer, die nur im Rahmen einer grundsätzlichen Steuerreform möglich ist. Bei der Einführung einer rechtsformneutralen Unternehmensbesteuerung sollten Unternehmen gleichzeitig von unnötiger Bürokratie befreit werden. Steuererhöhungen lehnen wir ab, denn sie verringern die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen.
  • Kleine und mittlere Unternehmen leiden besonders stark unter Handelshemmnissen wie zum Beispiel der Einhaltung unterschiedlicher technischer Regulierungen. Wir fordern deshalb weitere Abschlüsse von Freihandelsabkommen wie TTIP durch die Europäische Union. Dabei müssen die Chancen der weitgehenden Abschaffung von Marktzutrittsbarrieren für unsere Volkswirtschaft besser vermittelt werden.
  • Die hohen Energiepreise sind ein Risiko für Konjunktur und Wachstum und gefährden die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen. Als junge Wirtschaft fordern wir deshalb, die Heranführung erneuerbarer Energien an den Markt zu intensivieren. Grundsätzliches Ziel muss dabei sein, die staatlichen Zusatzbelastungen für Unternehmen aber auch Verbraucher zu reduzieren sowie die verschiedenen Instrumente effizient und gerecht aufeinander abzustimmen.
WJD 25.10.2016 - Sonderpreis Junge Wirtschaft 2016 verliehen Sonderpreis Junge Wirtschaft 2016 verliehen