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Unsere Positionen zum Thema „Wettbewerbsfähigkeit“

 

Worum es geht:

Ob als Unternehmer oder als Führungskraft – wir Wirtschaftsjunioren Deutschland stehen im stetigen Wettbewerb und müssen uns zum Beispiel schnell und unbürokratisch an neue Technologien anpassen. Als junge Wirtschaft stellen wir uns diesem Wettbewerb, damit wir unsere Unternehmen konkurrenzfähig machen und am Markt behaupten können. Die Politik muss Rahmenbedingungen schaffen, die uns Unternehmern den Freiraum lässt, uns international wettbewerbsfähig aufzustellen, um Wohlstand und Beschäftigung in Deutschland zu sichern.

 

Was wir fordern:

  • Wir fordern die Auflösung des Investitionsstaus. Die Bereitstellung von Bildung sowie Infrastruktur wie Verkehrs-, Energie- und Kommunikationswegen ist Kernaufgabe des Staates. Der seit Jahrzehnten anwachsende und andauernde Investitionsstau gefährdet unsere Zukunftsfähigkeit.
  • Es kann nicht sein, dass Unternehmen ihre Steuern nur bezahlen können, wenn sie dazu ihr Eigenkapital angreifen. Deshalb fordern wir als junge Wirtschaft eine grundlegende Steuerreform mit Entlastungen durch Steuervereinfachungen sowie die Beseitigung von Steuern auf die Substanz wie Mieten, Zinsen und Leasing-Raten. Substanzsteuern knüpfen an einen Vermögenswert an, entstehen unabhängig vom Ertrag und müssen daher auch in Verlustsituationen bezahlt werden müssen.
  • Wie viel Steuern ein Unternehmen zahlt, darf nicht von der Rechtsform abhängen. Eine rechtsformneutrale Besteuerung von Unternehmen muss durch eine grundlegende Steuerreform gewährleistet werden. Gleichzeitig ist die durch komplizierte Steuergesetze und Erhebungsverfahren überbordende Bürokratie zurückzuführen. Eine einheitliche, einfache, gerechte und nachvollziehbare Besteuerung muss Maxime für Fiskus und Gesetzgebung sein.
  • Kleine und mittlere Unternehmen leiden besonders stark unter Handelshemmnissen wie zum Beispiel der Einhaltung unterschiedlicher technischer Regulierungen. Wir fordern deshalb weitere Abschlüsse von Freihandelsabkommen durch die Europäische Union. Dabei müssen anders als bei TTIP die Chancen der weitgehenden Abschaffung von Marktzutrittsbarrieren für unsere Volkswirtschaft besser vermittelt werden.
  • Die hohen Energiepreise sind ein Risiko für Konjunktur und Wachstum und gefährden die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen. Als junge Wirtschaft fordern wir deshalb, die Heranführung erneuerbarer Energien an den Markt. Grundsätzliches Ziel muss dabei sein, die staatlichen Zusatzbelastungen für Unternehmen aber auch Verbraucher zu reduzieren sowie die verschiedenen Instrumente effizient und gerecht aufeinander abzustimmen.
  • Wir setzen uns für weniger Bürokratie ein. Daher fordern wir die Zurückverlegung des Stichtags für die Abführung der Sozialversicherungsbeiträge. Die Schaffung neuer bürokratischer Berichts- und Dokumentationspflichten mit zweifelhaftem Nutzen lehnen wir ab. Gesetzliche Regelungen von Compliance- und CSR-Berichtspflichten für Unternehmen gehören nicht zu den staatlichen Kernaufgaben.
  • Nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen müssen den Rundfunkbeitrag zahlen – unabhängig davon, ob sie Radio oder TV empfangen. Für filialisierte Handelsunternehmen entstehen dadurch erhebliche finanzielle Belastungen ohne Gegenleistung. Als junge Wirtschaft fordern wir die Abschaffung des Rundfunkbeitrags zumindest für Unternehmen.

 

Foto: © Shutterstock/Konstantin Kuznetkov

WJD 16.06.2017 - G20-Jungunternehmerallianz überreicht Forderungen an Bundesregierung G20-Jungunternehmerallianz überreicht Forderungen an Bundesregierung