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Unsere Positionen zum Thema „Unternehmensgründung und Nachfolge“


Zu viele junge Menschen streben im öffentlichen Dienst oder in Konzernzentralen eine Karriere an. Sie wissen nichts von unternehmerischer Freiheit. Bei dem Unternehmerbild in unserer Gesellschaft ist das keine überraschende Entwicklung, denn oft beschreibt es Unternehmer als bloße Gewinnmaximierer. Wir als Wirtschaftsjunioren Deutschland stehen für etwas anderes. Wir stehen für verantwortungsvolles Unternehmertum und die Tradition des ehrbaren Kaufmanns.

  • Wir wünschen uns, dass mehr Menschen in unserem Land Unternehmer werden. Dafür muss Deutschland für mehr Gründergeist werben – vor allem in Schulen und Hochschulen. Wir brauchen ein eigenständiges Schulfach Wirtschaft, in dem das Thema Unternehmertum eine zentrale Rolle spielt. Schüler sollten lernen, wie aus einer Geschäftsidee ein Businessplan und schließlich ein Unternehmen wird. Wir fordern die Politik auf, im Schulterschluss mit der Wirtschaft ein eigenständiges Curriculum ökonomischer Bildung zu entwickeln. Mit den mit der Wirtschaft erarbeiteten Standards für ökonomische Bildung gibt es hierfür bereits eine gute Grundlage. Darüber hinaus setzen wir uns für einen besseren Austausch zwischen Schulen, Hochschulen und Wirtschaft ein.
  • Gewerbeamt, Finanzamt, Berufsgenossenschaft, Amtsgericht, Gewerbeaufsichtsamt: Wer ein Unternehmen gründen will, hat eine lange To-do-Liste. Dabei sollte aber gerade in der Gründungsphase die Umsetzung der Geschäftsidee im Mittelpunkt stehen. Als junge Wirtschaft fordern wir, dass Gründer alle Informationen aus einer Hand bekommen. Dabei müssen Online-Möglichkeiten weiter ausgebaut werden. Die IHK-Organisation ist dabei erster Ansprechpartner und sollte überall in Deutschland Gewerbeanzeigen rechtsgültig bearbeiten dürfen.
  • Nach der Gründung stehen Unternehmer unter enormem Druck und sollten in dieser Phase so wenig wie möglich durch unnötige Bürokratie belastet werden. Insbesondere im Steuerrecht sollten Verfahren vereinfacht werden. So sollten Existenzgründer von der Pflicht zur monatlichen Umsatzsteuervoranmeldung befreit werden und Kleinunternehmer ihren Überschuss grundsätzlich formlos ermitteln dürfen.
  • Eine Vielzahl von Unternehmen in Deutschland soll in den kommenden Jahren der nächsten Generation übergeben werden. Eine Erbschaftsteuer für Betriebe gefährdet diese Firmenübergabe und damit auch Arbeitsplätze. Als Vertreter der jungen Wirtschaft lehnen wir daher die Reform der Erbschaftsteuer ab und fordern ihre vollständige Abschaffung.
WJD 09.05.2016 - Junge Wirtschaft zum Austausch im Bundestag Junge Wirtschaft zum Austausch im Bundestag