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Unsere Positionen zum Thema „Generationengerechtigkeit“

 

Worum es geht:

Die Menschen in Deutschland werden weniger, die Gesellschaft immer älter. Mit dem demografischen Wandel verschieben sich die Gewichte in unserer Gesellschaft und die Herausforderungen an eine gerechte Verteilung von Pflichten und Ansprüchen nehmen zu. Wir müssen uns die Frage stellen, welche neuen Instrumente wir brauchen, um Entscheidungen zu treffen, die von der jungen Generation mitgetragen werden können. Wenn es zum Beispiel darum geht, Sozialversicherungssysteme zu reformieren und Rahmenbedingungen unseres Zusammenlebens anzupassen, dann müssen Politiker junge Menschen fragen, was das konkret für sie bedeutet.

 

Was wir fordern:

  • Im Rahmen eines Demografie-Checks für alle neuen Gesetze und Verordnungen prüft die Bundesregierung deren Folgen für kommende Generationen. Jedoch ist der Demografie-Check bislang unverbindlich. Selbst die nachgewiesene Benachteiligung der jüngeren Generationen hat keine Konsequenzen. Wir fordern einen verbindlichen Demografie-Check. Auch müssen Gesetze, die einseitig junge Menschen belasten, verhindert statt nur erkannt werden.
  • Als Vertreter der jungen Generationen der Wirtschaft halten wir auch weiterhin an dem Ziel fest, Generationengerechtigkeit als Staatsziel im Grundgesetz zu verankern. Wegen des zunehmend geringer werdenden Anteils junger Menschen an der Gesamtbevölkerung, verdienen deren Interessen besonderen Schutz.
  • Als junge Wirtschaft fordern wir, die Rentenversicherung zukunftssicher zu machen, denn mit dem zunehmenden demografischen Wandel gerät das Verhältnis zwischen beitragszahlenden Erwerbspersonen auf der einen und Rentnern auf der anderen Seite immer weiter aus dem Gleichgewicht. Insbesondere sollte der Renteneintritt nicht an ein konkretes Alter, sondern an das individuelle Leistungsvermögen der Menschen gekoppelt sein. Basierend auf unserem Verständnis von Arbeit als erfüllendem Bestandteil des Lebens fordern wir die Abschaffung des gesetzlichen Renteneintrittsalters.
  • Der Solidaritätszuschlag ist eine Ergänzungsabgabe für die Kosten der Deutschen Einheit und läuft mit dem Ende des Solidarpaktes II im Jahr 2019 aus. Wir lehnen die Weiterführung des Solidaritätszuschlags ab. Denn im Ergebnis wäre die Verlängerung einer auslaufenden Abgabe gleichbedeutend mit der Einführung einer Steuer.

 

Foto: © Shutterstock/Dobo Kristian