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Unsere Positionen zum Thema „Generationengerechtigkeit“


Die Menschen in Deutschland werden weniger, die Gesellschaft immer älter. Mit dem demografischen Wandel verschieben sich die Gewichte in unserer Gesellschaft und die Herausforderungen an eine gerechte Verteilung von Pflichten und Ansprüchen nehmen zu. Wir müssen uns die Frage stellen, welche neuen Instrumente wir brauchen, um Entscheidungen zu treffen, die von der jungen Generation mitgetragen werden. Wenn es zum Beispiel darum geht, Sozialversicherungssysteme zu reformieren und Rahmenbedingungen unseres Zusammenlebens anzupassen, dann müssen Politiker junge Menschen fragen, was das konkret für sie bedeutet.

  • Der verbindliche Demografie-Check ist ein wichtiger Schritt, um generationengerechtes Handeln in der Politik zu fördern. Gesetze, die einseitig junge Menschen belasten, müssen verhindert und nicht nur erkannt werden. Zudem halten wir als Vertreter der jungen Generation auch weiterhin an dem Ziel fest, Generationengerechtigkeit als Staatsziel im Grundgesetz zu verankern. Wegen des zunehmend geringer werdenden Anteils junger Menschen an der Gesamtbevölkerung, verdienen deren Interessen besonderen Schutz.
  • Als junge Wirtschaft fordern wir, die Rentenversicherung zukunftssicher zu machen, denn mit dem zunehmenden demografischen Wandel gerät das Verhältnis zwischen beitragszahlenden Erwerbspersonen auf der einen und Rentnern auf der anderen Seite immer weiter aus dem Gleichgewicht. Ein zukunftssicheres Rentensystem muss Anreize setzen, die das Arbeiten im Alter attraktiv machen. Auch sollte ein flexibler Übergang in die Rente möglich sein. Die Rente mit 63 für langjährige Beitragszahler lehnen wir ab, denn sie geht zu Lasten der jungen Generation. Wir fordern ihre Abschaffung.
  • Der demografische Wandel in Verbindung mit einer erhöhten Lebenserwartung setzt das Gesundheitssystem unter enormen Kostendruck. Ebenso wie bei der Rentenversicherung gehen auch beim Gesundheitssystem die Deckungslücken einseitig zu Lasten der jungen Generation. Im Sinne einer generationengerechten Lastenverteilung fordern wir die Einführung eines Generationenausgleichs, mit dem Kinderlose einen größeren finanziellen Beitrag zu Deckungslücken in Renten-, Kranken- und Pflegekasse leisten. Nur so können künftige Generationen den Generationenvertrag noch erfüllen.
  • Der Solidaritätszuschlag ist eine Ergänzungsabgabe für die Kosten der Deutschen Einheit und läuft mit dem Ende des Solidarpaktes II im Jahr 2019 aus. Wir erinnern die große Koalition an ihr Versprechen, auf Steuererhöhungen zu verzichten und lehnen die Weiterführung des Solidaritätszuschlags ab. Denn im Ergebnis wäre die Verlängerung einer auslaufenden Abgabe gleichbedeutend mit der Einführung einer Steuer.
WJD 03.12.2015 - Europaerklärung von Wirtschaft und Politik Europaerklärung von Wirtschaft und Politik