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Unsere Positionen zum Thema „Europa“

 

Worum es geht:

Für junge Menschen ist die Notwendigkeit Europas nicht immer offensichtlich. Sie kennen die Nachkriegszeit sowie die Zeit der Teilung Deutschlands und Europas meist nur aus Geschichtsbüchern. Zum anderen aber lebt die junge Generation noch nicht in einer Zeit, in der die Europäische Union unumstößlich ist, in der die Existenz der EU nicht mehr hinterfragt wird. Was also machen wir mit der jungen Generation von heute? Für die junge Wirtschaft gibt es nur eine Antwort: Wir müssen sie für Europa begeistern.

 

Was wir fordern:

  • Wir Wirtschaftsjunioren fühlen uns dem Leitbild des ehrbaren Kaufmanns verpflichtet. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Geld ist uns wichtig. Diesen Maßstab legen wir auch an die Europäische Union an und fordern ein Ende der Schuldenpolitik in Europa. Wir wollen, dass jeder die Verantwortung für die eigenen Staatsfinanzen behält und Europa gemeinsam darüber wacht, dass niemand das Wohl der Gemeinschaft gefährdet. Hilfen durch den Europäischen Stabilitätsmechanismus müssen der letzte Ausweg bleiben und sollten nur gewährt werden, wenn als Gegenleistung klare und kontrollierbare Strukturreformen erfolgen.
  • Wir fordern mehr Austausch junger Menschen zwischen den Mitgliedstaaten. Insbesondere sollte das ERASMUS Programm der Europäischen Union als Modell für einen gleichgelagerten Austausch in der dualen Ausbildung dienen.
  • Als junge Wirtschaft wünschen wir uns mehr Europa. Mit mehr Europa meinen wir aber nicht unnötige EU-Regulierungen. Als junge Wirtschaft setzten wir uns für den Abbau von Bürokratie ein. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen ächzen unter bürokratischen Zwängen. Als junge Wirtschaft fordern wir daher für alle neuen EU-Regeln einen KMU-Test. Dieser untersucht Auswirkungen von EU-Regelungen auf die Geschäftstätigkeiten von KMU, wird bislang aber nicht bei allen neuen Regeln angewendet.
  • Altlasten aus der Finanzkrise, Unsicherheiten wegen der hohen Staatsverschuldung vieler Mitgliedsstaaten sowie Finanzmarktregulierungen engen den Spielraum der Finanzinstitute bei der Vergabe von Krediten ein. Auch für deutsche Unternehmen kommt es zu Einschränkungen bei der Vergabe langfristiger Kredite. Dies betrifft insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, für die der Finanzierungszugang ohnehin schwieriger ist als für Großunternehmen. Als junge Wirtschaft fordern wir die Schaffung von unbürokratischen Rahmenbedingungen, die den Zugang kleiner und mittlerer Unternehmen zu langfristiger Finanzierung von Investitionen ermöglichen.

 

Foto: © Shutterstock/Cristian Gusa

WJD 13.10.2016 - Brüssel: Junge Wirtschaft für Binnenmarkt 2.0 Brüssel: Junge Wirtschaft für Binnenmarkt 2.0