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Unsere Positionen zum Thema „Beruf und Familie“


Wer Kinder zu versorgen oder Angehörige zu pflegen hat, ist auf eine familienfreundliche Arbeitswelt angewiesen. Wir stehen als junge Wirtschaft für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Dazu brauchen wir eine gute Infrastruktur und eine Arbeitswelt, die von Flexibilität, Eigeninitiative und Vertrauen geprägt ist. Einseitige Belastungen von Unternehmern tragen indes nicht zur Flexibilisierung der Arbeitswelt bei, sondern schaden am Ende allen – Unternehmen und Beschäftigten.

  • Wir fordern die Abschaffung des Ehegattensplittings sowie der beitragslosen Mitversicherung von Ehepartnern in der gesetzlichen Krankenversicherung. Mit den so freigewordenen Mitteln sollte stattdessen die Betreuungsinfrastruktur für Kleinkinder und Schüler weiter ausgebaut werden. Dabei geht es nicht nur um bauliche Maßnahmen zur Schaffung von Betreuungsplätzen, sondern auch um den Ausbau eines entwicklungsgerechten Angebots wie zum Beispiel in der Sprach- und Sportförderung.
  • Wir setzen uns für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein und wollen, dass Eltern die berufliche Anbindung nicht verloren geht. Als junge Wirtschaft haben wir aber auch die deutliche Belastung, insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen, durch die Rechtsansprüche bei der Elternzeit im Blick. Insgesamt sollte die Elternzeit auf maximal zwei Jahre begrenzt werden, die ausschließlich am Stück und in den ersten zwei Lebensjahren des Kindes genutzt werden kann. Bei Antrag der Eltern sollte eine Übertragbarkeit der Elternzeit auf die Großeltern möglich sein.
  • Wir warnen davor, einen Rechtsanspruch auf die Rückkehr von einer Teilzeit- zu einer Vollzeittätigkeit zu schaffen. Wichtiger ist aus unserer Sicht, eine Teilzeittätigkeit nicht mehr mit dem Begriff „Karrierebremse“ in ein schlechtes Licht zu rücken, sondern auch in der öffentlichen Diskussion darauf zu achten, dass Teilzeit die gleiche Wertschätzung erhält wie eine Vollzeit-Beschäftigung.
  • Wir wollen, dass Menschen mit Verantwortung für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige eine Vielzahl von Angeboten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Anspruch nehmen können. Dazu gehören auch Dienstleistungsangebote der Privatwirtschaft. Als junge Wirtschaft fordern wir, die steuerliche Absetzbarkeit von Kosten für Betreuung sowie Unterstützung im Haushalt zu verbessern. Betreuungskosten können zwar schon heute geltend gemacht werden, aber nur anteilig und bis zu Höchstbeträgen. Mit der attraktiveren Ausgestaltung der Absetzbarkeit von Betreuungskosten erhalten Beschäftigte mit familiärer Verantwortung mehr Flexibilität für die Überbrückung von Versorgungslücken.
WJD 22.07.2015 - Junge Wirtschaft fordert 900 Mio. Euro für den Kita-Ausbau Junge Wirtschaft fordert 900 Mio. Euro für den Kita-Ausbau