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Unsere Positionen zum Thema „Arbeitsmarkt“

 

Worum es geht:

Als junge Wirtschaft sehen wir uns in der Tradition des ehrbaren Kaufmanns. Wir fordern das Vertrauen der Politik in die Redlichkeit von Unternehmern und Führungskräften. Ein positives Unternehmerbild und Vertrauen in die Wirtschaft sind Voraussetzungen für ein gutes gesellschaftliches Klima, für Leistungsbereitschaft und Gründergeist. Nur mit einer starken Wirtschaft können Beschäftigung und Wohlstand auch in Zukunft gewährleistet werden.

 

Was wir fordern:

  • Die Rentenreformen der letzten Jahre gingen einseitig zulasten der jüngeren Generationen. Das demografische Problem wurde dabei nicht gelöst. Wir fordern die Renten-, Pflege- und Sozialsysteme generationengerecht zu überdenken und insbesondere renditestarke Versorgungsmodelle unter Einbeziehung von Immobilen, Aktien und Unternehmensanleihen zu entwickeln.
  • Insbesondere Unternehmer und Selbständige sind häufig im Alter nicht abgesichert. Altersarmut betrifft zunehmend auch diejenigen, die bereit waren in der Gesellschaft für Beschäftigung und Wohlstand zu sorgen – die Unternehmer. Als Alternative zur staatlichen Altersversorgung sollten daher Versorgungswerke für Unternehmer an den Industrie- und Handelskammern eingerichtet und anerkannt werden.
  • Leiharbeit und Werkverträge sind zwei der wenigen verbliebenen Instrumente, mit denen Unternehmer seit Generationen flexibel auf Marktschwankungen reagieren können. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sind durch die weitere Regulierung von Leiharbeit und Werkverträgen betroffen. Ihnen fehlt meist die Möglichkeit, Beschäftigte - zum Beispiel bei ausbleibenden Aufträgen - in anderen profitablen Unternehmensteilen einzusetzen. Daher stellen wir uns als junge Wirtschaft gegen jede weitere Regulierung von Leiharbeit und Werkverträgen.
  • Zu verantwortungsvoller Unternehmensführung kann es auch gehören, sich von Arbeitnehmern zu trennen, um das Unternehmen als solches zu erhalten. Das Kündigungsschutzgesetz stellt hierfür Hürden auf, die für die meisten Unternehmen nicht praktikabel sind. Als junge Wirtschaft fordern wir Rahmenbedingungen, die den Realitäten von jungen Gründern und kleinen Unternehmen Rechnung tragen: Unternehmen mit bis zu 15 Mitarbeitern sollten nicht dem Kündigungsschutz unterliegen. Für mittelgroße Unternehmen sollte es zudem einen erweiterten Katalog an Kündigungsgründen geben.
  • Wir stehen für eine moderne Arbeitswelt, in der Frauen selbstbestimmt und gleichberechtigt sind. Frauenquoten in der Privatwirtschaft lehnen wir strikt ab. Als junge Wirtschaft sind wir der Überzeugung, dass Quotenregelungen nicht Staatsaufgabe sind. Stattdessen fordern wir die Politik auf, die wirklichen Ursachen von Ungleichbehandlung zu bekämpfen.
  • Staatliche Eingriffe in Lohnfindung und Lohnstruktur der Unternehmen sind kein Instrument der sozialen Marktwirtschaft, sondern ein Misstrauensbeweis gegenüber rechtschaffenden Unternehmern. Als junge Wirtschaft lehnen wir daher das Entgeltgleichheitsgesetz ab.

 

Foto: © Shutterstock/Elwira Lipko

WJD 04.04.2016 - Bereits zum 20. Mal auf der Suche nach Deutschlands besten Ausbildern Bereits zum 20. Mal auf der Suche nach Deutschlands besten Ausbildern