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Unsere Positionen zum Thema „Arbeitsmarkt“


Als junge Wirtschaft sehen wir uns in der Tradition des ehrbaren Kaufmanns, der zum Wohlstand unserer Gesellschaft beiträgt und der Beschäftigte mit Anstand behandelt. Wir fordern das Vertrauen der Politik in die Redlichkeit der Unternehmer und Führungskräfte. Ein positives Unternehmerbild und Vertrauen in die Wirtschaft sind wichtige Voraussetzungen für ein gutes gesellschaftliches Klima, für Leistungsbereitschaft und eine starke Wirtschaft.

  • Der am 1. Januar 2015 eingeführte Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro hat die Tarifautonomie geschwächt und die Schattenwirtschaft gestärkt. Für Arbeitgeber geht der Mindestlohn mit immensen Bürokratiekosten einher. Für Arbeitsuchende mit Vermittlungshemmnissen ist der Mindestlohn eine erhebliche Barriere beim Einstieg in Arbeit. Der Mindestlohn hat Arbeitsplätze mit einfachem Tätigkeitsspektrum und geringer Produktivität unrentabel gemacht – mit gravierenden Folgen für gerade die Schwächsten am Arbeitsmarkt. Als junge Wirtschaft fordern wir daher die Abschaffung des Mindestlohns.
  • Leiharbeit und Werkverträge sind zwei der wenigen verbliebenen Instrumente, mit denen Unternehmer flexibel auf Marktschwankungen reagieren können. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen wären durch die weitere Regulierung von Leiharbeit und Werkverträgen betroffen. Ihnen fehlt meist die Möglichkeit, Beschäftigte zum Beispiel bei ausbleibenden Aufträgen in anderen profitablen Unternehmensteilen einzusetzen. Daher stellen wir uns als junge Wirtschaft gegen jede weitere Regulierung von Leiharbeit und Werkverträgen.
  • Zu den Aufgaben eines Unternehmers kann es auch gehören, sich von Beschäftigten zu trennen, um das Unternehmen mit den verbliebenen Mitarbeitern weiter zu führen. Das Kündigungsschutzgesetz stellt hierfür Hürden auf, die für die meisten Unternehmen nicht praktikabel sind. Als junge Wirtschaft fordern wir Rahmenbedingungen, die den Realitäten von jungen Gründern und kleinen Unternehmen Rechnung tragen: Unternehmen mit bis zu 15 Mitarbeitern sollten nicht dem Kündigungsschutz unterliegen.
  • Als junge Wirtschaft stehen wir für eine moderne Arbeitswelt, in der Frauen gleichberechtigte Chancen haben. Wir sehen Frauen als selbstbewusste Wettbewerber am Arbeitsmarkt, die nicht auf die von 2016 an geltende Quotenregelung für bestimmte Aufsichtsräte angewiesen sind. Wir lehnen die Frauenquote ab. Stattdessen fordern wir die Politik auf, die wirklichen Ursachen von Ungleichbehandlung zu bekämpfen – zum Beispiel die Berufswahl von Frauen aus einem engen Berufsspektrum.
  • Als junge Wirtschaft lehnen wir die Pläne der Bundesregierung für ein Entgeltgleichheitsgesetz ab. Nach diesem Gesetz müsste der Arbeitgeber bei Stellenausschreibungen das vorgesehene Mindestentgelt angeben. Außerdem sollen Unternehmen zu bürokratischen Stellenbewertungen verpflichtet werden. Staatliche Eingriffe in Lohnfindung und Lohnstruktur der Unternehmen lehnen wir ab. Stattdessen fordern wir, die eigentlichen Gründe von Entgeltungleichheit anzugehen – zum Beispiel häufigere Erwerbsunterbrechungen von Frauen wegen unzureichender Kinderbetreuungsmöglichkeiten.
WJD 04.04.2016 - Bereits zum 20. Mal auf der Suche nach Deutschlands besten Ausbildern Bereits zum 20. Mal auf der Suche nach Deutschlands besten Ausbildern